Unser Captain von A bis Z

Unser Kapitän Ramon Raschid: Im Captain’s-ABC gewährt der 28jährige Einblicke in den Handballalltag, seine Anfänge und wagt einen Blick in die Zukunft. 

Foto: GEPA pictures/ Mario Buehner

Aufstieg: Einer der größten Momente meiner Karriere war in der Saison 2016/17, als wir den Aufstieg in die höchste Liga schafften. Das war wirklich ein unglaubliches Erlebnis, welches ich niemals vergessen werde.

Foto: GEPA pictures/ Hans Oberlaender

Berge: Meistens fahre ich für Sommerurlaube in die Berge. Abgesehen von den sportlichen Aktivitäten, die ich dort betreibe, finde ich die Temperaturen im Hochsommer dort sehr angenehm. Da schläft man in der Nacht richtig gut.

Cup: Das Cup-Final-4 in unserem Aufstiegsjahr 2017 zählt auch zu meinen schönsten Erinnerungen in meiner Karriere. Den Einzug ins Finale hat uns damals niemand zugetraut, es war einfach ein großartiges Erlebnis.

Diplomarbeit: Am Ende der letzten Saison startete ich meine Diplomarbeit, die mittlerweile fertig ist, was mich teils an meine Grenzen brachte. Training, Arbeit und dann noch die Abschlussarbeit: Da blieb nicht allzu viel Freizeit.

Erfolg: Wenn ich auf meine bisherige Karriere zurückblicke, sind auch die Erfolge nicht zu kurz gekommen: Aufstieg, Cup-Final-4, eine überragende Saison in der höchsten österreichischen Liga 2018 … Heuer haben wir uns viel vorgenommen. Vielleicht kommt da also noch der ein oder andere Erfolg dazu.

Freundschaft: Was mich immer motiviert hat, weiter Handball zu spielen, waren die vielen Freundschaften, die man während seiner Karriere aufbaut. Ich hatte großes Glück, mit ganz vielen außergewöhnlichen Persönlichkeiten zusammenspielen zu dürfen. 

Graz: Ich finde Graz ist eine großartige Stadt, in der ich mich sehr wohl fühle. Abgesehen von der Stadt finde ich auch die HSG Holding Graz super. Ich spiele hier, seitdem ich mit Handball begonnen hab. 

Heimspiel: Seit unserem Umzug in den Raiffeisen Sportpark im Sommer 2018 sind mir Heimspiele noch lieber geworden, da die Halle wirklich gut gelungen ist. Die Stimmung ist super, da läuft man sehr gerne aufs Spielfeld.

Idole: Mein erstes sportliches Idol war Dida, ein ehemaliger Tormann des AC Milan. Ich spielte vor meiner Handballkarriere Fußball, und das im Tor. Ich war immer begeistert von seinen Glanzparadenund wollte so gut werden wie er. 

Jugend: Unser Trainer, Rene Kramer, hat von Anfang an sehr viel Wert auf die Jugend gelegt, und diese immer wieder bei Trainings der Kampfmannschaft eingebaut. Und das zahlt sich aus. Denn aktuell haben wir einige interessante junge Spieler, die viel Potenzial haben.

Kiel: Ein weiteres Highlight meiner Karriere waren die Spiele gegen den THW Kiel. Normalerweise verfolge ich ihre Spiele im Fernsehen, d. Da war es schon sehr cool, die Chance zu haben, gegen solch eine top Mannschaft spielen zu dürfen.

Foto: GEPA pictures/ Mario Buehner

Ligurien: Heuer verbrachte ich meinen Urlaub in Finale Ligure, was traumhaft schön war. Abgesehen von der entzückenden Stadt kann man dort unglaublich Mountainbiken und Klettern. Ich kann jedem empfehlen, der gerne Downhills fährt, dort hinzufahren – ist wirklich der Hammer.

Mountainbiken: Neben Handball ist Mountainbiken meine zweite große Leidenschaft . Einige ehemalige Spieler haben auch mit dem Biken begonnen, wodurch ich noch immer viel Kontakt zu diesen habe. 

Niederlage: Ich kann mich noch genau an mein allererstes Handballspiel erinnern. Das war gegen Leoben und wir haben verloren. Ich habe mich sehr geärgert und konnte das nicht wirklich gut verdauen. Heute, 14 Jahre später, geht es mir nach Niederlagen noch immer ganz gleich. 

Obertauern: Seitdem ich acht Jahre alt bin, fahren wir mindestens einmal im Jahr nach Obertauern zum Skifahren. Es ist ein super Skigebiet das wirklich alles zu bieten hat. Von Skitouren gehen bis hin zum Après-Ski, einfach eine super Ortschaft.

Pandemie: Das Corona-Virus hat uns alle betroffen und uns 2020 einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich muss sagen, dass mir das Training in dieser Zeit besonders wichtig war, da wir dadurch immer unsere sozialen Kontakte hatten. 

Quellenhotel: Seitdem ich im Kader der Kampfmannschaft bin, fahren wir jährlich in das Quellenhotel in Bad Waltersdorf. Das ist immer das Highlight der Vorbereitung, wo wir abseits von Training auch immer die Basis für eine gute Chemie im Team schaffen.

Rote Karten: In meiner Jugend war ich immer berüchtigt für Rote Karten. Ich war immer ein aggressiver Spieler. Damals war ich auch stärker gebaut als die meisten in unserer Liga, weshalb ich sehr schnell 2-Minuten-Strafen bekam.  Anders als in der Jugendbin ich heute neben Thomas Scherr meist der kleinste Spieler auf dem Spielfeld.

Steirerderby: Diese Spiele sind immer etwas Besonderes. Da ist die Stimmung immer unglaublich, sowohl auf den Tribünen als auch auf dem Spielfeld. Jeder will gewinnen, jeder will die Nummer 1 in der Steiermark sein.

Teamchemie: In Graz haben wir immer eine gute Teamchemie gehabt. Natürlich ist diese besser, je mehr man gewinnt. Aber auch nach Niederlagen versuchen wir uns gegenseitig wieder aufzubauen und die Stimmung hoch zu halten. 

Urlaub: Die Zeiten für Urlaub sind als Handballspieler sehr begrenzt. Dadurch, glaube ich aber, genieße ich jeden Urlaub umso mehr. Nach dem Urlaub bin ich dann schon voller Vorfreude auf die Saison.

Vorbereitung: Ein Wort, das für viele Leute sehr negativ behaftet ist. Ich muss tatsächlich sagen, dass ich die Vorbereitungszeit sehr gerne mag. Man kann jetzt meinen, ich sei masochistisch angehaucht, aber ich finde die Zeit einfach super, da man endlich wieder seine Teamkollegen sieht, und gemeinsam an den Zielen für die kommende Saison arbeitet.

Wochenende: Die beste Zeit der Woche. Da sind die meisten Spiele, und danach sitzt man noch zusammen und trinkt gemeinsam ein zwei Bier. Der Sonntag ist dann immer der Erholungstag, den ich sehr genieße. 

Foto: GEPA pictures/ Christian Walgram

X: Diesen Buschstaben lassen wir aus 😉

Yoga: In der Handballfreien Zeit mache ich gelegentlich Yoga, um meine Beweglichkeit nicht zu verlieren. Meistens vor dem Frühstück zehn Minuten, danach bin ich topfit.

Zukunft: Da ich heuer mit meinem Studium fertig werde, weiß ich nicht, wie lange ich noch Handballspielen werde. Aber bei einem bin ich mir ganz sicher: Ich werde die HSG weiterhin unterstützen und zu so vielen Heimspielen gehen, wie es mir möglich ist.