Handball im Hexenkessel Szeged

Mit 22 Toren aus drei Spielen belegte Sebastian Frimmel nach der Vorrunde bei der EHF Euro 2022 Platz zwei der Torschützenliste. Dominik Klein (Weltmeister, Europameister, deutscher Meister, Champions League Sieger) wählte den österreichischen Linksaußen nach der Euro-Gruppenphase sogar in seine beste Top-Sieben. Auf Vereinsebene wechselte der 26jährige vergangene Saison von den Kadetten Schaffhausen zum ungarischen Top-Club Pick Szeged, mit dem er erst kürzlich ungarischer Meister wurde und EHF Champions League aufläuft.

Foto: Eliza Sólya/PICK Szeged

Mit dem Wechsel zählt der gebürtige Wiener zu den aktuell besten Flügelspielern Europas und zu Österreichs Aushängeschildern. Mit dem Handball begonnen hat er bei der SG Westwien. In einem Gespräch hat er uns sein Erfolgsrezept verraten sowie über seinen aktuellen Club Pick Szeged und die Faszination Handball erzählt. 

Zum Handball gekommen ist er durch seinen Opa und seinen Vater – beide spielten ebenfalls für das österreichische Handballnationalteam. Nachdem Sebastian ein paar Sportarten ausprobiert hatte, fiel die Entscheidung als junger Bub schnell auf Handball. Und noch heute betont er, wie viel Spaß er beim Spielen hat.

„Wenn man den Traum und das Ziel hat, Profi zu werden, dann muss man jeden Tag Spaß daran haben, Handball zu spielen. Alles andere ist Wille – und die Einstellung, es zu schaffen!“

Sebastian Frimmel

Im Sommer 2021 wechselte Sebastian Frimmel von den Kadetten Schaffhausen zum Champions-League-Club Pick Szeged – ein Kindheitstraum, der in Erfüllung ging: „Für Pick Szeged zu spielen war schon immer ein Traum von mir. Die Mannschaft ist ein absolutes Top-Team und die Kulisse dazu atemberaubend. Es ist jedes Mal etwas Besonderes, in die Arena einzulaufen.“ Erst kürzlich zog der Club in eine neue Arena, die man im Top-Spiel gegen den THW Kiel im Dezember einweihte. 8300 Fans verwandelten die Pick Arena in einen wahren Hexenkessel und peitschten die Heimmannschaft zum 30:26 Sieg in der Champions League.

Foto: Eliza Sólya/PICK Szeged

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Mit der Kulisse spricht Seppo Frimmel die große Bedeutung von Sport in unserem Nachbarland Ungarn an. Nur wenige Länder haben speziell im Handball diese Fankultur, weiß der gebürtige Wiener: „Die Ungarn sind von Klein bis Groß sportverrückt. Wieso es gerade im Handball so viel mehr Fans gibt als in Österreich, kann ich nicht genau sagen, allerdings glaube ich, dass es viel damit zu tun hat, dass hier mit Veszprem und Szeged zwei Weltklasse-Clubs zu Hause sind.“

Foto: Eliza Sólya/PICK Szeged

Der Weg zum ungarischen Meister war natürlich harte Arbeit: Von der SG Handball Westwien wechselte Frimmel 2018 zum Schweizer Club Kadetten Schaffhausen, brachte dort konstante Topleistungen auf die Platte: „Ich habe immer an mich und meinen Traum geglaubt und ihn verfolgt. Wenn einmal etwas nicht gepasst hat, habe ich versucht, an den notwendigen Schrauben zu drehen, um weiter nach oben zu kommen. Das mache ich bis heute. Ich versuche ständig, mich weiterzuentwickeln.“

Was er jungen Handballern weitergeben kann: „Wenn man den Traum und das Ziel hat, Profi zu werden, dann muss man jeden Tag Spaß daran haben, Handball zu spielen. Alles andere ist Wille – und die Einstellung, es zu schaffen! Dabei hilft es, sich an die richtigen Leute zu halten, die einem helfen dort hinzukommen.“

Foto: Eliza Sólya/PICK Szeged

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