Graz verliert unglücklich in letzter Sekunde

Keine Punkte im Südderby für die HSG Holding Graz. Nach einem harten Schlagabtausch müssen sich die Grazer Handballer im Heimspiel gegen den SC kelag Ferlach knapp 34:35 geschlagen geben. Nico Sager wurde zum Matchwinner der Gäste, in der letzten Sekunde traf er zum Sieg.

Mit Leo Nikolic, statt Leon Bergmann, der krankheitsbedingt am heutigen Freitag ausfiel, sowie ohne Josef Albek startete die HSG Holding Graz stark in die erste Halbzeit. Nach einem 0:1 durch Florian Ploner konterten die Hausherren gleich mit einem 6:0-Lauf und setzten sich ab. Trainer Risto Arnaudovski zog das Timeout, diese zeigte auch Wirkung und der SC kelag Ferlach kam bis zur elften Spielminute auf 5:8 heran. Graz zog wieder auf 11:6 weg, eine rote Karte für Djordje Pisaric nach einer Berührung im Gesicht brachte in das Spiel aber neuen Wind und Ferlach holte bis zur 18. Spielminute den Rückstand fast wieder auf. Trainer Rene Kramer zog das Timeout, Ferlach blieb aber weiter dran und erzielt nach 26 Spielminuten schließlich den 16:16 Ausgleichtreffer. Die Partie wurde immer hitziger und einige 2-Minuten-Strafen fielen. In die Kabine ging es mit einer knappen 18:17-Führung aus Sicht der HSG Holding Graz.

Ferlach startete mit zwei Treffern in Folge und brachte sich gleich zu Beginn der zweiten Hälfte mit 19:18 in Führung. Das Spiel entwickelte sich in einen heißen Schlagabtausch bei dem die Führung stetig wechselte. Nach zwei Paraden durch Leo Nikolic schafften es die Grazer drei Minuten vor Schluss mit 34:32 in Führung zu gehen. Risto Arnautovski zog sein letztes Timeout, nach zwei vergebenen Würfen durch die HSG Holding Graz erzielten die Gäste gleich zwei Treffer und erkämpften das 34:34. Rene Kramer nahm 39 Sekunden vor Schluss das Timeout, die HSG Holding Graz vergibt aber auch den letzten Wurf und Nico Sager traf eine Sekunde vor Schlusspfiff den 35:34 Siegestreffer für den SC kelag Ferlach.

Rene Kramer: „Wir haben heute leider sehr unglücklich in der letzten Sekunde verloren. Wir haben alles investiert, Moral bewiesen und gekämpft bis zum Schluss. Leider ist nicht alles aufgegangen was wir uns vorgenommen haben und wir wussten diese harte Niederlage einstecken.

Nico Sager: „Unbeschreiblich, Gott sei Dank haben wir am Ende noch gewinnen können.“